Hier sind unsere Sorgenkinder ...

Kiara, 
mit ihr hat alles Angefangen......

 

Kiara kam im Jahr 2000/2001 zu mir. Das war auch mein erster Kreta Transport und da dann noch einen Angstbeisser im Gepäck.....

Ich bekam einen Anruf aus dem Allgäu von einer Dame, die bei einem Bauer geputzt hat und mich darum bat, diesen Schäferhund da weg zu holen, weil sie sonst kündigen müsste. Der Hund würde sie ständig stellen und sie habe Angst. Ich war neugierig, wollte aber nur schauen. Ich hab in einer 3 Zimmer Wohnung  mit einem Hund und meinen 2 Töchtern gewohnt. Ich war allein Erziehend und viel beim Arbeiten.

In Pfronten angekommen stand ich vor dieser Hündin. Sie machte einen verängstigten Eindruck wich aber nicht zurück, sondern schoss in einem hohen Tempo nach vorne.

Angstbeisser in dieser Größe, das ist so eine Sache.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Sie hatte ein Schlappohr und da der Bauer mit ihr züchten wollte, musste es hoch stehen... er nahm doppelseitiges Klebeband und dieses riss er alle 2 tage runter um zu sehen, ob das Ohr "steht"!

Irgendwann wehrte sie sich, da es natürlich weh tat , wenn er Haare mit raus riss und es blutete. Beim nächsten Abreißen riss er die Wunden erneut auf. Als sie knurrte stach er sie mit der Mistgabel... Er hat sie das Fürchten gelehrt.

 

Es war schrecklich und ich konnte sie nicht da lassen. Nach längeren Verhandlungen bekam ich sie mit den Worten: "wenn ich sie nicht aus dem Auto bekomme weil sie beißt, soll ich ihn anrufen".

 

Kiara war bis zu ihrem Tod meine beste Freundin und mein erster Hund, der bei mir mit Rudelhaltung zurück ins Leben gefunden hatte. Sie wurde 10 Jahr alt.

November 2013

Der Lehrer und mein Freund

Mischa

Wo soll ich anfangen... Er kam aus Moskau und war ein echter Wolfs Hybrid. 

Ich bekam die Anfrage von Cathy, sie erzählte mir das er, seine Tochter und noch eine weitere Hündin in einem Hochhaus mitten in Moskau in jeweils einer Klinik Box lebten. 

Als Mischa zu uns kam war er 14 Jahre alt. Da er ein Hybrid war und Wölfe älter werden als Hunde war er super fit, kannte aber nichts.

 Ich habe so was noch nie gesehen, er war so souverän. Man hat einfach nicht gemerkt das er unsicher war.

Da war er also - Unser neuer Leit Rüde. 

Es gab keinen Zweifel es stand mit großen Buchstaben über ihm..... nicht nur ich hab das gleich gemerkt, auch alle anderen Hunde. Es war allen klar und das ohne großartig Ärger oder Beisserei. 

Sehr viel von dem was ich weiß kam von ihm, die Tatsache das es die Instinkte sind die den Hund führen und nicht das erlebte, denn er hatte nichts erlebt und kannte nichts.

Mischa ist mit 18 Jahren gestorben....

DANKE

(Die Hündin hat es leider nicht geschafft aber seine Tochter haben wir nach geholt und für sie ein Tolles Zuhause gefunden.)

Unsere Zazu

Die kleine kam im August 23 im Alter von ca 6 Jahren zu uns..... Äußerlich war sie toll, war verspielt und sehr anhänglich. Keiner von uns hat sich Gedanken gemacht . Man kann einfach nicht in solche Seelen hinein schauen. Ihre war sehr verletzt, sie hatte Verlustängste, wie ich sie selten erlebt habe..... Sie hat ganze Türrahmen rausgebissen bis die Schnauze blutig war. Sie hat alles zusammen gebellt. 

Zazu kam auch nicht zur Ruhe wenn ich da war, sie ist mir auf Schritt und Tritt gefolgt. Sie hat nur Nachts geschlafen und auch das nur immer kurz. Egal was war, sie war mit allem überfordert. 

Wir haben es hin bekommen..... aber sie war ein harter "Brocken". Alles was sie machte war, das Neuerrungene zu beschützen - zu erhalten. Da sie durch ihr Trauma nicht klar handeln konnte passierte genau das....

Heute ist sie eine brave Hündin die alleine bleibt und so fest schläft das man sie zum Füttern wecken muss.

(die Verletzung auf dem Bild stammt aus der Tötung in Rumänien.)

Unsere ZAZU ist am 05.03.26 verstorben.

 

Das war ihr altes Leben.....

Unser Barry

 

Unser Barry kam Ende 2012 zu uns, er kam übers Vet Amt im Auftrag der Besitzer. Ich glaub es wurde unterschätzt wie gross er mal wird. Er war so ein süßes Baby. Als er zu mir kam hatte er ca 65 kg, ich hatte 55 kg. 

Wenn alle machten was er wollte war er Zucker Pur..... leider nur dann. Seine Besitzer durften nicht mehr auf das Sofa, und zum Schluss auch nicht mehr ins Wohnzimmer,- alles seins ;o) 

Er "stellte" Alles und Jeden, puh wenn so einer vor dir steht überlegst du zwei mal. Ich hab ihn auch nur unter Vorbehalt genommen und wir hatten genau einen Moment der heikel war, haben das geklärt und alles war gut. 

OK, er hat immer wieder nachgefragt, aber wenn man mit den richtigen Argumenten dran bleibt kann auch so was wieder gut werden. Leider war er nur 2 Jahre bei uns. Er musste leider gehen weil er eine Wucherung im Gehirn hatte und er mit diesem Gewicht einfach zu gefährlich war. 

Der Moment als er mit 4,5 Jahren eingeschläfert wurde hat mir das Herz gebrochen. Aber auch da war ein Arzt vom Vet Amt dabei und Max.- DANKE nochmal 

 

 

 

Unsere liebe Ronja

Sie kam Anfang 2014 zu uns. Wir hatten Platz und sie saß schon länger im Tierheim. Auch sie war nicht ohne, deswegen auch schlecht vermittelbar. Bei uns war sie Anfangs vom Besuch separiert da sie ja auch ihre 30 kg hatte. Sie war kein Angst Beißer, sie war ein Herdenschutz der das Kommando also das Rudel in der jeweiligen Familie übernommen hat und dieses sehr deutlich umgesetzt hat. Wir haben sie auch auf Rudelhaltung umgestellt und viel mit ihr gearbeitet.
Auch sie war bis zu ihrem Tot bei uns und war immer sehr respektvoll zu unserem Besuch. 
Sie war eine Bereicherung für mich und hat meine Arbeit mit Hunden sehr geprägt.

Mein großer Held und Kämpfer

Hugo kam ich glaub im Jahr 2011. Ich hab immer wenn Luft war Tierschutzvereinen gesagt das ich Platz für was altes habe was sonst keiner will. Wie der Hund aussah war mir immer egal, auch die Art des Traumas. Wichtig war nur die Verträglichkeit mit anderen Hunden.  

Ich bekam gleich kontakt zu 2 tollen Seelen, Die eine war Hugo,- die andere Larissa.  Larissa war die Junige die Hugo sehr aufwendig gerettet hat. Der erste Kontakt war sehr interessant, ich bekam ihre Zusage aber ich glaub das sie nicht glauben konnte was ich ihr gesagt habe, also hat sie ihn persönlich in Polen geholt und mir nach Steingaden gebracht (denk locker 2000 km)

Nun zu Hugo, ich habe nach Hugo nur eine gebrochenen Seele gesehen (Uschi) die so viel schlimmes erlebt hat. Er war einfach nur gebrochen,- seine Seele, seine Beine, sein Kiefer und seine Ohren eingerissen. Er war alt und hatte kein schönes Leben an der Kette .....

Er hat unser Haus auf links gedreht weil er vorher so was nicht kannte. Er war immer draußen an der Kette. Er hatte ein Talent für das abnehmen von Gardienen oder das umgestalten von Räumen. Ja, er hatte viel Fantasie. Aber irgendwann kam auch er an. 

Die Zeit bei uns hoffe ich ein kleiner Lichtblick ohne Angst dank unserer Haltung. Schön das du da warst .

 

Mein Seelenhund Uschi

 

Einer meiner Liebsten Menschen war DR Johannes Pohl der 2018/2019 nach Polen zum praktizieren ging. Während dem Umzug mussten einige seiner Tiere zwischengeparkt werde, also fuhren wir in die Praxis um einen Papagei zu holen. Bekommen haben wir eine beschlagnahmte Hündin mit ca 65 kg. 

Johannes hatte sie mit der Polizei aus aus der Wohnung eines Alkoholikers geholt (war im KH) wo sie seit 3 Tagen alleine war und sie keiner raus bekommen hat. Auch sie war so misshandelt (und vergewaltigt) das sie nur vor ging und zu biss. Blanker Schutz und Angst vor mehr Leid.

Die ersten Tage waren nicht leicht, jeder der auf die Toilette musste kam zuerst zu mir, ich nahm Uschi und dann war ein freies Bewegen im Haus möglich.

Sie vertraute einfach keinem, ihr Misstrauen sehr gefährlich weil sie erst versuchte zu beißen und dann schaute wen es erwischt hat. 

Wir hatte vom ersten Moment "etwas besonderes" und darauf habe ich aufgebaut und alles wurde gut, sie fand die Ruhe die sie nicht kannte. Ohne Aufgaben war sie endspannt und freundlich zu fremden. 

Sie hat Riesen Spuren in meinem Herz hinterlasse wo sie immer sein wird. Ihre Asche steht hier ganz nah bei uns. Ich hatte ihr versprochen das sie immer bei mir bleiben darf und das ist sie auch.

 

Unser Finn, der kleine Sonnenschein

Er kam im Juli 2016, 

unser liebgewonnener TA Johannes. P. rief mich von Italien aus an und sagte das er einen Welpen gerettet hat,  und das für die Geschwister jede Hilfe zu spät kam. 

Der kleine Mann hat mit ansehen müssen als seine Geschwister erschlagen wurden. Auch seine Mutter hatte mit Sicherheit kein schönes Leben und aus diesem Körper Endstand sein Leben, aus einem Körper der von Angst und Leid geprägt wurde.

Finn kam in Deutschland an und das erste was wir machten - er bekam einen Namen..... der Hintergrund war das ich nicht wollte das er Namenlos stirbt. Er war so schwach, sein Blut hat geflockt.... in ihm war kaum noch Leben.

Aber mit viel Liebe und Infusionen auf dem Küchentisch hat er es geschafft,- Körperlich! Seine Seele war noch viele Jahre so verletzt das auch er dazu neigte zu beißen wenn er sich bedrängt fühlte.

Auch hier half die Rudel Haltung ihm, das er im Rudel behütet und beschützt war und er keinen Grund mehr hatte zu beißen. 

Heute ist er ein Senior der immer noch bei uns lebt und sich seines Lebens erfreut. Er ist immer noch schüchtern aber jeder der Ihn kennen lernt kann nicht glauben das er mal anders war....

Du bist und bleibst unser ewiger Kämpfer!!

 

Leila... die Große

Sie kam Anfang 2013  aus Bulgarien zu uns, war da und erst mal wieder weg. Zu der Zeit waren auch noch alte Pferde da und sie ist hinter die Rundballen und 3 Tage nur raus gekommen wenn keiner da war. Meine kleine Tochter ist immer vor den Ballen gesessen und hat versucht sie zu locken was dann auch irgendwann geklappt hat. 

Dann war sie da wie ein Paukenschlag, liebenswert und sehr anhänglich aber wie es sich für eine Große gehört, war sie ziemlich genervt das sie nicht alleine eine Bezugsperson hatte. Sie hat gestreikt und das ziemlich deutlich..... Sie ist einfach mit ihren 9 KG über jeden Zaun geklettert. Und das bei jeder Gelegenheit. Es brauchte einen schnellen Plan B denn oben war die Straße. Der Plan B hieß Uli und es war Liebe auf den ersten Blick. Beide sind uns bis heute erhalten geblieben..... nein Leila ist vor ein paar Wochen über die Regenbogenbrücke gegangen.

Uli ist nach wie vor ein Teil unseres Lebens, sie ist unser einziger Hundesitter wofür wir sehr dankbar sind.

 

 

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